Kulumne August 2022

August ist in unserer Zeitzone weltweit die Urlaubs-Ferienzeit, dabei vergeht die Zeit anders. Das Maß sind dabei Minuten und Stunden, in denen es hell ist. In denen man draußen sein kann. Freiheit atmen, kein Stress. Mal nicht an den Alltag denken, auch auf Eiderstedt nicht. Sommer sind auch Träume. Manche erfüllen sich.

Einen „Swimmingpool“ (Sommer-Cocktail) zu trinken ist bei großer Hitze entschieden besser, als in einen Swimmingpool zu tauchen. Die Abkühlung im kalten Wasser zieht nämlich die Blutgefäße in der Haut ruckartig zusammen, mit dem Resultat, dass man wieder draußen und in der Sonne schier zu platzen scheint von der nunmehr eingeschlossenen Körperwärme. Ähnliches gilt das fürs Duschen. Niemals kalt! Höchstens lauwarm, besser noch heiß. Die Hitze des Wassers muss die Sonnenhitze schlagen, dann wird die Umgebungs-temperatur draußen für einen kostbaren Moment sogar als kühlend empfunden. Diese Regeln zu beachten sind gerade für Senioren besonders zu beachten.

Zum Glück hat uns in der Nordseeregion die große Hitze mit über 40°C Grad verschont. Unsere Senioren können „diese Affenhitze nicht mehr ertragen – früher konnten sie ohne Probleme in der Sonne braten“. Jetzt freuen sie sich im Sommer mehr im Schatten oder unter dem Sonnenschirm zu sitzen. In der Gartenanlage unseres Seniorenheims haben unsere Bewohner mehrere Möglichkeiten: Wie zum Beispiel unter den Bäumen am kleinen See, die Enten zu beobachten oder auch in der Hütte im Mini-Wald, die auch gerne Schatten gibt, sich Kühlung zu schaffen.

Lassen wir uns also alle den Sommer mit großer Freude erleben, denn der Umgang mit der Zukunft scheint immer mit gravierender Unsicherheit einher zu gehen. Corona, Ukraine-Krieg, Inflation und Energiekrise – da kann die stärkste Zuversicht ins Wanken kommen. Das sind diese Zeiten. Viele sind in Sorge, wie sich alles entwickeln wird. Wahrscheinlich sollten wir den bekannten Spruch der Kölner „et hätt noch immer jot jejange“ zitieren. Ein Ende für der Behaglichkeit scheint zu kommen. Wir werden im Herbst und Winter mehr kuscheln müssen. Dicke Pullover haben wir an der Küste sowieso und werden weiter Winter und Kälte ertragen können. Wir sind „Wikinger“ und keine Weicheier. Viele unserer Senioren haben in ihrem langen Leben gelernt, dass am Besten weiter kommt, wenn man im Jetzt lebt. Immer das zu genießen, was gerade ansteht: jetzt den Sommer mit der Wärme, später die Kühle, wenn es sein muss. Jetzt ist es aber noch warm – deshalb Kirschen essen – im wahrsten Sinne, und viel trinken. Alles weed joot (ebnfalls Kölsch).

In diesem Sinne Ihr
Seniorenheim -Team