Kolumne Dezember 2021

Jetzt sind wir alle wieder im Advent. Alles scheint fast wir immer – aber doch so nicht richtig. Leider hat uns weiter die Corona-Pandemie immer noch im Griff. Gerade wurde die neue Variationen-Virus in Südafrika entdeckt und leider gibt sie es auch schon bei uns. Jeden Tag sehen wir neuen höchste Fallzahlen und auch die Betten für die Intensivpatienten sind fast besetzt. Seit rund zwei Jahren hat uns dieser Corona-Fluch im Griff, auch wenn wir bei uns mehr als nur einen Impfstoff zur Verfügung haben. Denn leider hat die Kampagne für die Herdenimmunität der Bevölkerung nicht so richtig gegriffen: Mehr als 78 Prozent sind 2-mal geimpft und mehr als 20 Prozent mit der 3. Spritze sogar geboostert.  Zum Glück ist dieser Trend weiter ungebrochen und sogar inzwischen wurden auch für die Kinder Impflösungen gefunden, bzw. auf sie portioniert. Wir sind auf dem richtigen Weg und sogar wurde heute seit Wochen keinen Anstieg der Corona-Infizierten festgestellt: Das ist zum Glück etwas Positives!

Jeder redet von Advent, aber die wenigsten erinnern sich auf die wahre Bedeutung: eine hoffnungsvolle Erwartung. Gerade jetzt ist es wichtig, das Gute zu suchen und es zu finden.

Ich habe mir vorgenommen, mich nicht mehr von den toxischen Informationen der Medien „einzulullen“, die mich dann psychisch negativ beeinflussen. Stattdessen sollten wir versuchen, heute bedenken, was so damals im letzten Dezember 2020 passierte: nichts. Alle Restaurants, Kneippen, alle Weihnachtsmärkte mussten im ganzen Land schließen. Ein gespenstischer Lockdown fand sich in den Innenstädten statt. Das frühere, normale Leben gab es nur sich nur in den Familien. Da Schulen und Kitas und wie auch die meisten Unternehmen geschlossen wurden. Die Wohnzimmer und Küche mussten als diverse Arbeitszimmer wie die ganze Familie fungieren. Die Probleme zeigten sich von den ersten Tagen: Auf einmal kam es für alle keinen normalen Ablauf in der Familie und mehr Leerlauf und Langeweile. Nur Lebensmittel, Drogeriemärkte und Apotheken durften öffnen, auch keine Frisöre, Kosmetik- der Fußpflegestudios wurden betroffen. Wenn ich das jetzt schreibe, denke ich daran — alles war schon früher dagewesen und nicht erst im letzten Advent. Ich sehe es immer noch, wie unsere Bewohner ihre Familien nur in einer Scheibe sehen dürften, denn Körperkontakt wurde unterbunden. Denn wussten sie nur in eigenen Zimmern bleiben – essen und schlafen. Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir durch die zwei Impfungen, plus die Booster-Impfung nun gemeinsam im großen Saal feiern können. Sogar bekommen unsere Bewohner auch einen kleinen Weihnachtsmarkt und feiern wie unsere Weihnachtsmette im großen Saal aber leider noch ohne Besuchern. Damit sollten für unseren Bereich wie Tetenbüll sehr zufrieden sein – in anderen Bundesländern sieht es schon schlimmerer aus. 

Neulich habe ich im Radio gehört. Ein Vater hat seiner kleinen Tochter gefragt: Vorauf freust du dich am meistens auf Weihnachten? Auf die Geschenkte, auf deinen neuen Weihnachtspulli, auf das tolle Weihnachtsessen oder etwas anderes? Sie sagt wie aus bis Pistole: auf Oma und Opa! Das sagt Alles!

Wir, die Mitarbeiter:innen der Senioren-Einrichtungen Tetenbüll wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich pandemiefreies Jahr 2022! 

 

*„Die Adventszeit hat einen doppelten Charakter: sie ist einerseits Vorbereitungszeit auf die weihnachtlichen Hochfeste mit ihrem Gedächtnis des ersten Kommens des Gottessohnes zu den Menschen. Anderseits lenkt die Adventszeit zugleich durch dieses Gedenken die Herzen hin zur Erwartung der zweiten Ankunft Christi am Ende der Zeiten. Unter beiden Gesichtspunkten ist die Adventszeit eine Zeit hingebender und freudiger Erwartung.“ (Wikipedia)