Kolumne Juni 2022

Es ist für uns alle die Frage: Wie beendet man eine Pandemie? Darüber haben alle viel nachgedacht. Antworten dazu sind bisher noch nicht zufriedenstellend, da bis her noch keine behördlichen Anordnungen kommuniziert wurden. Und nun? Der Umgang mit der Zukunft geht immer mit gravierender Unsicherheit einher. Dieses Problem ist wie in der bisherigen COVID-Strategie: die Wille Verantwortung zu übernehmen und dann diese verständlich zu kommunizieren. Ja, wir wollen alle raus auf dem Ausnahmezustand, aber keiner möchte die Verantwortung für die gerade gefällte Entscheidung übernehmen. Niemand möchte zugeben, dass die Entscheidung leider nicht auf Wissen beruht. Niemand weiß, ob das alles tatsächlich in die richtige Richtung geht. Neue Corona-Mutationen aus Portugal verunsichern alle wieder, da die Fallzahlen dort kontinuierlich steigen. Daher ist die Frage, ob die politische Entscheidung, die Hygiene-Maßnahmen zu beenden, richtig ist? Denn in der Vergangenheit reagierte die Politik bei steigenden Fallzahlen immer mit Einschränkungen. Fragt man heute Wissenschaftler, dann halten viele die Lockerungen für keine gute Idee. Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Haltung nachvollziehbar. Der Umgang mit der Zukunft geht immer mit gravierender Unsicherheit einher. Das ist unkomfortabel. Viel komfortabler wäre es, darüber abzustimmen, was zukünftig passieren wird. Das geht aber allerdings gerade nicht mehr.

Einschränkungen hat jede und jeder von uns aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 reichlich erlebt. In den letzten Monaten wurden wir damit von zahllosen Normen geprägt und eingeschränkt. Diese Maßnahmen, wie Atemschutzmasken zu tragen, den Verzicht auf leibhaftige soziale Interaktionen und wie viele unserer üblichen Aktivitäten, haben wir auch überstanden. Und das wollen wir auch nicht mehr! Die möglichen Worst-Case-Szenarien sind zurückgeblieben. Langsam haben wir die aktuelle Situation akzeptiert, genau wenn manche Menschen weiter den Mundschutz behalten wollen. Wir alle haben durch Corona auch mehr Resilienz erfahren – zum Glück. Sonst hätten wir die Informationen über die Affenpocken, die inzwischen überall zu finden sind, nur moderat angenommen und keinen Hype verursacht.

Zuletzt die gute Nachricht: seit dem 29. Mai gibt es für unsere Senioreneinrichtugen in Tetenbüll folgende Maßnahmen:
• Besuch wieder zu jederzeit möglich
• Einhaltung der Hygieneregeln
• Vorzeigen der Impfbescheinigungen oder Genesen-Bescheinigungen
• Aktueller Test nur noch bei Ungeimpften
• Betreten der Einrichtungen nur mit FFP 2 Maske
• Bei Corona-Symptomen gibt es für Besucher keinen Einlass

Der Sommer ist da, die Sonne scheint, alles wird gut.

 

In diesem Sinne